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  • Hallo Leute!

    Bin momentan noch auf der Suche nach einer interessanten Programm-Lücke auf Twitch. Zusammen mit einem Freund haben wir zuletzt testweise andere Streamer rausgesucht bzw. uns via Chat vorschlagen lassen um dann live deren Stream zu kommentieren und auch z.B. Fragen an den Streamer weiterzuleiten. Also quasi eine Live Reaction mit Interaktion mit dem anderen Kanal. Hierbei wurde ein Browserfenster mit dem Live-Stream des anderen Streamers inkl. Chatfenster usw. einfach in unseren Stream im Hintergrund eingebunden. Wir sind mit Video-Overlay im Vordergrund zu sehen, dann wird mit einer Zoomfunktion z.B. auch der andere Kanal bzw. der Streamer/die Streamerin vorgestellt, Infos vorgelesen usw. Wenn der Chat bei uns den Kanal interessant findet werden Fragen weitergeleitet (via Stream-Chat) usw.
    Dieses Live-Kommentieren kam recht gut an und macht uns auch Spaß, da man sehr viel Auswahl an interessanten Leuten hat.

    Ich möchte natürlich niemandem auf die Füße treten und tue mir auch relativ schwer, das rechtlich zu beurteilen.
    Daher ganz grundlegend ein paar Fragen in die Runde:
    • Was haltet ihr davon?
    • Wie beurteilt ihr das rechtlich?
    • Hat Twitch selbst da ggfs. etwas dagegen? (Ich finde nur Infos zum Co-Streaming, aber das ist ja grundsätzlich etwas anderes)
    Besten Dank :)
  • Meine Gedanken zu den Thema:

    Dieser ganze Reactionkram (unabhängig ob jetzt Videos auf YT oder dann live auf Twitch) finde ich extrem befremdlich und auf der selben Stufe wie "die witzigsten Webvideos" auf irgendeinem Privat-Sender im TV. Man erschafft selbst absolut Null Inhalt und partizipiert lediglich an dem, was andere machen.

    Du schreibst, du willst niemanden auf die Füße treten. Das ist löblich, dann würde ich empfehlen, es einfach nicht zu machen. Sobald Dritte involviert sind können die sich immer auf die Füße getreten fühlen. Ich würde es beispielsweise ganz und gar nicht toll finden, wenn du meine Livestreams kommentierst (nicht persönlich gemeint).

    Wie die rechtliche Lage dazu aussieht solltest du mit einem Fachanwalt für Medienrecht besprechen. Im Zweifelsfall (also, wenn sich jemand juristisch dagegen zur Wehr setzt) entscheidet das ohnehin ein Gericht. Und einen Persilschein wird dir hier wahrscheinlich niemand ausstellen.
    Meine juristische Einschätzung dazu ist: es kommt darauf an ^^

    Das ist wie gesagt nur meine persönliche Meinung.
  • Dr.Thodt schrieb:

    Dieser ganze Reactionkram (unabhängig ob jetzt Videos auf YT oder dann live auf Twitch) finde ich extrem befremdlich und auf der selben Stufe wie "die witzigsten Webvideos" auf irgendeinem Privat-Sender im TV. Man erschafft selbst absolut Null Inhalt und partizipiert lediglich an dem, was andere machen.
    Danke für deinen Beitrag! Ich bin was reine Reaction-Sachen angeht da voll bei dir. Das hat extrem wenig schöpferische Höhe. Wir hatten z.B. neulich einen Kanal aus "Just Chatting" mit einer Frau die angeblich zum ersten Mal auf Twitch war. Sie hat Fragen zu Ihrer Person beantwortet (Englisch). Wir hatten den Kanal offen, haben ein wenig simultan übersetzt und dann auch Fragen zu Ihrer Person in Ihrem Chat gestellt. Sie arbeitet als Prostituierte, studiert nebenher und versucht einen Abschluss in Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Nordkorea zu machen. Hochinteressante Person. Zusammen mit meinem Mit-Moderator haben wir dann darüber diskutiert, wie Prostitution als Berufswahl zu bewerten ist, wie man dazu steht usw. Dazu kamen dann Fragen aus unserem Chat, die ich in Ihren Chat weitergegeben habe. Nach ~20 Minuten sind wir dann zum nächsten Kanal gewechselt.
    Ich hoffe diese Ausführung gibt da ein wenig Kontext.

    Dr.Thodt schrieb:

    Sobald Dritte involviert sind können die sich immer auf die Füße getreten fühlen.
    Ja. Das ist ein Risiko das ich sehe. Mein Standpunkt ist hier aber auch irgendwo: wer sich zu einer öffentlichen Person macht, nimmt in Kauf, dass über einen geredet wird. Gilt für uns natürlich auch umgekehrt.
    Kanäle mit halbnackten Weibern bieten sich natürlich an, darüber relativ zotige Gags zu machen. Ein wenig wie TV Total früher mit den TV-Ausschnitten. Ich bin im gehobenen Alter aber eigentlich auch mehr an sagen wir mal... etwas mehr mit Substanz interessiert. Und da können natürlich auch Kanäle mit Onlyfans-Damen erst einmal von Interesse sein, weil sich daraus eine Diskussion entwickeln kann.

    Dr.Thodt schrieb:

    Ich würde es beispielsweise ganz und gar nicht toll finden, wenn du meine Livestreams kommentierst (nicht persönlich gemeint).
    Verstehe. Wo liegt da für dich der Unterschied in Bezug auf "Man spricht über dich im Chat" und "Man spricht über Dich im Videoformat"?
    Keine Sorge, ich nehme hier nix persönlich, mir geht's auch gar nicht darum deinen Standpunkt zu bewerten sondern bin einfach an einer offenen Diskussion mit persönlichen Standpunkten interessiert.

    Dr.Thodt schrieb:

    Und einen Persilschein wird dir hier wahrscheinlich niemand ausstellen.
    Keine Sorge, war nicht meine Intention den hier zu bekommen. :) Für mich ist das Thema Online-Streaming bzw. die Plattform Twitch noch sehr neu, da hofft man natürlich auf Erfahrungswerte.
    Ich sehe dort z.B. Livestreams wo jemand eine Fußballübertragung kommentiert und frage mich da: Wie ist das rechtlich zu bewerten?

    Mein Verständnis von Urheberrecht endet irgendwo beim Begriff der schöpferischen Höhe, kombiniert mit etwas Halbwissen zum Thema "Zitatrecht". ;)
  • Freut mich, dass du meinen Beitrag so aufgefasst hast, wie ich ihn auch gemeint habe.

    Wenn ich deine Erläuterung so durchlese macht ihr ja scheinbar mehr als "nur" einen Reactionstream (aus Ermangelung eines besseren Wortes nenne ich das jetzt mal so). Ihr setzt euch mit dem Stream inhaltlich auseinander und interagiert auch mit dem jeweiligen Stream. Das ist dann schonmal deutlich "mehr" als sich das anzuschauen und auf RTL2-Niveau sich über irgendwas lustig zu machen. Ich hatte da zunächst sowas vor Augen.

    Deinen Vergleich mit TV Total sehe ich allerdings dann wieder kritisch. In meinen Augen war TV Total vor allem ab dem Zeitpunkt als sie die Ausstrahlungsabstände extrem verkürzt haben nur noch wirtschaftliches Ausschlachten von vermeintlich lustigen Sachen anderer Sender. Daran war in meinen Augen nur noch sehr wenig lustig.
    Dazu passt dann auch das mit der "öffentlichen Person". Als solche sehe ich mich nämlich nicht mit meinen 70 Followern auf Twitch. Herr Raab hat das im übrigen auch sehr geschickt angestellt, sich gerne über andere Personen ausgelassen und auf der anderen Seite jeden bis auf die Unterhose verklagt, der über sein Privatleben auch nur öffentlich spekuliert hat. Also Wasser predigen und Wein saufen.

    Der Unterschied liegt für mich daran, dass ich die Möglichkeit habe in meinem Chat ein gewissen Maß an Kontrolle auszuüben. Beleidigt mich jemand im Chat kann ich den rauswerfen. Gibt es ein Missverständnis kann ich darauf reagieren und das ggf. ausräumen. Das alles kann ich in deinem Stream nicht tun. Ich weiß ja nicht mal, dass du gerade über mich streamst. Es gibt also keine Möglichkeit für mich auf irgendwas in deinem Stream/Chat zu reagieren.
  • Dr.Thodt schrieb:

    Freut mich, dass du meinen Beitrag so aufgefasst hast, wie ich ihn auch gemeint habe.
    :)

    Dr.Thodt schrieb:

    Deinen Vergleich mit TV Total sehe ich allerdings dann wieder kritisch. In meinen Augen war TV Total vor allem ab dem Zeitpunkt als sie die Ausstrahlungsabstände extrem verkürzt haben nur noch wirtschaftliches Ausschlachten von vermeintlich lustigen Sachen anderer Sender. Daran war in meinen Augen nur noch sehr wenig lustig.
    Dazu passt dann auch das mit der "öffentlichen Person". Als solche sehe ich mich nämlich nicht mit meinen 70 Followern auf Twitch. Herr Raab hat das im übrigen auch sehr geschickt angestellt, sich gerne über andere Personen ausgelassen und auf der anderen Seite jeden bis auf die Unterhose verklagt, der über sein Privatleben auch nur öffentlich spekuliert hat. Also Wasser predigen und Wein saufen.
    Hehe ja, Herr Raab ist in seiner Art durchaus auch nicht mein Lieblingsmoderator gewesen. Die Sendung war gerade dann zum Ende hin kaum noch erträglich. Es gibt tatsächlich halt kaum ein ähnliches Format im TV, daher der Vergleich.

    Ich finds in der Tat sehr spannend, dass du dich auch mit 70 Followern (finde das recht viel im Vergleich zu meinen 5^^) nicht in der Öffentlichkeit stehend siehst. Ich habe da gedanklich eine andere Herangehensweise: Wir streamen für ein potentielles Publikum von ~85 Millionen deutschsprachigen Zuschauern. Ob wir dabei nun eine gute "Einschaltquote" erreichen oder nicht betrachte ich erst einmal als völlig irrelevant. Ich persönlich entscheide mich da sehr bewusst die uneingeschränkte Öffentlichkeit zu betreten. Und der grundsätzliche Wunsch bei einem Stream (zumindest in meinen Augen, korrigiere mich da gerne) ist ja, möglichst viele Zuschauer zu haben.
    Umgekehrt: würdest du vor 70 Personen bei einem Poetry Slam auftreten, wäre das ja sowohl ziemlich öffentlich als auch ziemlich sicher, dass dann über deine Darbietung und Person gesprochen wird.

    Ich kann hier allerdings auch das Ökosystem "Twitch" einfach sehr schlecht einschätzen...

    Dr.Thodt schrieb:

    Das ist dann schonmal deutlich "mehr" als sich das anzuschauen und auf RTL2-Niveau sich über irgendwas lustig zu machen. Ich hatte da zunächst sowas vor Augen.
    Ja nun, derart niveaulos soll es nicht sein. Wir waren tatsächlich aber auch kurz bei einer Damen aus der Abteilung Onlyfans im Stream - wenn die aus dem Fachbereich "Dumm wie Brot aber Brüste" ist, kannste mit der dann ja auch inhaltlich nicht groß was anfangen außer ein paar Sprüche...
    Ich war früher auf Messen für Kundschaft oft mit Kamera unterwegs und wir haben Hostessen mit diversen Fangfragen "interviewt". So in Richtung "Die Bahnstrecke Berlin-New York wird eingestellt - findest du das OK?" oder auch "In Afrika vergehen pro Minute 60 Sekunden - müsste man da nicht etwas unternehmen?". Zielgruppe natürlich reine Sekundär-Unterhaltung ohne großen Anspruch für 16-25 Jährige Männer. Das taugt als Gag für zwischendurch - als dauerhaftes Format ist das natürlich nichts und gäbe auch viel zu viel Wiederholungen.

    Jeder Stream ist für meinen Co-Mod und mich momentan noch mit einer extremen Lernkurve versehen - wir haben hier ja auch noch kein Format und wissen auch noch nicht wirklich, welche Zielgruppe wir genau bedienen wollen. "Billige" Unterhaltung als solche kann bzw. ist ja auch etwas, für das es eine Zielgruppe gibt. Man möchte aus der Natur heraus natürlich lieber Menschen ansprechen, die einem in Art und Wesen ähneln. Ich habe mir dahingehend aber durchaus schon die Frage gestellt, ob Twitch da für uns (bald 40...) ggfs. nicht die richtige Plattform ist ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DReffects ()

  • DReffects schrieb:

    Ich habe mir dahingehend aber durchaus schon die Frage gestellt, ob Twitch da für uns (bald 40...) ggfs. nicht die richtige Plattform ist ;)
    Och, da würde ich mir nicht all zu viele Sorgen machen... die 40 habe ich schon hinter mich gebracht, dann müsste ich mich in den Ruhestand zurückziehen bevor ich überhaupt angefangen habe.

    Was das angeht würde ich halt schon sagen, was ist dein/euer Ziel und die Zielgruppe. Ich kenne mich da auch zu wenig mit aus, da ich eher die Sachen mache, die mir selber Spaß machen und weniger das was "Zuschauer zieht".

    Aber gerade in der Anfangszeit lernt man mit jedem Mal dazu. Geht mir immer noch so. Manche Sachen "funktionieren" ganz gut - was für mich heißt, ich hab zwischen 7-12 Zuschauer - andere gar nicht - in meinem Fall hab ich dann maximal 2 Zuschauer, die nur da sind, weil sie nix besseres zu tun haben ^^
  • DReffects schrieb:



    Ja nun, derart niveaulos soll es nicht sein. Wir waren tatsächlich aber auch kurz bei einer Damen aus der Abteilung Onlyfans im Stream - wenn die aus dem Fachbereich "Dumm wie Brot aber Brüste" ist, kannste mit der dann ja auch inhaltlich nicht groß was anfangen außer ein paar Sprüche...
    Ich war früher auf Messen für Kundschaft oft mit Kamera unterwegs und wir haben Hostessen mit diversen Fangfragen "interviewt". So in Richtung "Die Bahnstrecke Berlin-New York wird eingestellt - findest du das OK?" oder auch "In Afrika vergehen pro Minute 60 Sekunden - müsste man da nicht etwas unternehmen?". Zielgruppe natürlich reine Sekundär-Unterhaltung ohne großen Anspruch für 16-25 Jährige Männer. Das taugt als Gag für zwischendurch - als dauerhaftes Format ist das natürlich nichts und gäbe auch viel zu viel Wiederholungen.

    Kleiner Tipp: Du solltest vielleicht nochmal deine Ansicht zu Onlyfans-Nutzerinen und Hostessen überdenken. Keine Ahnung, ob das grundsätzlich deine Denke ist, oder du einfach nur das Klischee ausschlachtest, beides ist aber absolut unterste Schublade und ist im Jahre 2021 nicht mehr angebracht. Vielleicht machst du dich mal darüber schlau wie sehr Frauen damit zu kämpfen haben als Objekt gesehen zu werden und in Kategorien wie "Schlampe" oder "dumm f*ckt gut" gesteckt zu werden.
  • djMarioBerlin schrieb:

    Kleiner Tipp: Du solltest vielleicht nochmal deine Ansicht zu Onlyfans-Nutzerinen und Hostessen überdenken. Keine Ahnung, ob das grundsätzlich deine Denke ist, oder du einfach nur das Klischee ausschlachtest, beides ist aber absolut unterste Schublade und ist im Jahre 2021 nicht mehr angebracht. Vielleicht machst du dich mal darüber schlau wie sehr Frauen damit zu kämpfen haben als Objekt gesehen zu werden und in Kategorien wie "Schlampe" oder "dumm f*ckt gut" gesteckt zu werden.
    Servus Mario,
    dass Frauen mancherorts einer Objektifizierung ausgesetzt sind ist unabstreitbar insbesondere im Gaming oder auch Cosplay-Umfeld der Fall. Wenn ich jedoch Streamerinnen sehe, die in lasziver Kleidung ihren Onlyfans-Kanal bewerben, präsentieren sich als Sex-Objekt. Sie treffen hierbei eine wirtschaftliche Entscheidung sich und Ihren Körper zu verkaufen und setzen sich ganz bewusst der Objektifizierung aus. Inhaltlich gibt das nichts her - wenn der Inhalt des Kanals vom Konzept nur die niederen Triebe ansprechen möchte, lässt sich aus der Perspektive eines Außenstehenden damit nicht viel in Sachen Kommentar oder Fragen dazu realisieren. Chatkommentare dazu wurden von deren Mods auch gelöscht, weil der Kanal sich eben zu 100% auf Onlyfans-Kundenbeschaffung ausrichtet. Diese Streamerinnen bedienen ganz klar ihre Zielgruppe.

    Genauso Messe-Hostessen in extra kurzen Mini-Röcken. Die Damen sind dort wegen Ihres Körpers und dem Bedienen von niederen Trieben. Das hat nichts mit "meiner Denke" zu tun, das ist der freie Markt mit Nachfrage und Angebot, die Damen selbst sind das Produkt bzw. die Werbemaßnahme für ein Produkt.
    Norton Antivirus hatte vor einigen Jahren auf der GamesCom einen Messestand mit einer "Waschanlage" wo dich am Ende des Durchgangs knapp bekleidete Frauen ordentlich auch an heikleren Körperstellen abgebürstet haben. Quasi Soft-Petting mit einem Staubwedel.

    Es ist jetzt gut möglich, dass in einer Streamerin die ihren Onlyfans-Kanal bewirbt eine schlaue und interessante Person steckt.
    In der Rolle, die sie im Stream verkörpert, war dies bislang von mir nicht auszumachen - auch deswegen, weil Rückfragen dazu von Mods sofort gelöscht werden. Und wer sich unter der Kategorie "Sex-Worker" verkauft und nichts darüber hinaus bietet bzw. zulässt, der ist dort halt einsortiert.

    Anders liefs bei der Prosituierten von der ich weiter oben geschrieben habe - die Streamte nicht um Leute auf Ihre Sex-Angebot zu bekommen, sondern hat frei erzählt. Daher entstand daraus auch ein wie ich finde sehr spannender Content. Wer jedoch lediglich den vielzitierten Affenzustand mit seinem Content ansprechen möchte, Rückfragen die vom Sex-Inhalt ablenken löschen lässt, der kann das tun, bleibt in Sachen Niveau aber halt auch so flach, dass 2D bequem ausreicht.

    Ich persönlich bin kein großer Fan von (Online-)Prostitution. Das ist mein Standpunkt den ich auch, wenn gefragt, gerne argumentativ Diskutiere. Du und jeder andere kann gerne eine gänzlich andere Meinung zu diesem Thema haben. Und in diesem Zusammenhang möchte ich anmerken: Es ist keine Frage des Jahrzehnts, ob man diese Dinge gut oder schlecht finden kann und darf. Das hat nichts mit dem Jahr 2021 zu tun, sondern, so finde ich, mit dem moralischen Kompass, der bei jedem eben unterschiedlich gepolt ist.
  • Ich gebe meinen Vorredern in vielerlei Hinsicht Recht.

    Rechtlich ist das natürlich nicht erlaubt. Du brauchst die Einverständnis des Streamers um ihn Co-Streamen zu dürfen. Da du das Urheberrecht hier natürlich auch in Teilen verletzt. Und du tust es dir sehr einfach Content zu erstellen, ohne groß etwas dafür machen zu müssen, außer irgendeinen Stream anzuschmeißen.
  • dungi schrieb:

    Ich gebe meinen Vorredern in vielerlei Hinsicht Recht.

    Rechtlich ist das natürlich nicht erlaubt. Du brauchst die Einverständnis des Streamers um ihn Co-Streamen zu dürfen. Da du das Urheberrecht hier natürlich auch in Teilen verletzt. Und du tust es dir sehr einfach Content zu erstellen, ohne groß etwas dafür machen zu müssen, außer irgendeinen Stream anzuschmeißen.
    Danke für die Info! Inwiefern begründest du das?
    Das Urheberrecht sieht ja in § 51 durchaus die Fremdnutzung vor, wenn z.B. redaktionelle Bearbeitung erfolgt. Etwas derartiges ist ja durchaus beabsichtigt - nicht nur "irgendeinen Stream anschmeißen" und "anschauen".
    Gibt es hierzu in den Twitch TOS entsprechende Einschränkungen? Ich fand dazu bislang nur Informationen über das Co-Streaming über die Funktion die die Plattform als Feature anbietet. (und die ja auch inhaltlich etwas anderes ist)
  • Das Problem ist nun mal die Schöpfungshöhe, damit etwas als neues Werk anerkannt wird und dafür reicht es nicht aus einfach nur das ganze zu kommentieren. Ausschnitte und eine kritische Auseinandersetzung mit dem gezeigten ist ok, aber der größte müsste von dir kommen, nur dann ist es auch als dein Werk zu betrachten.
    Auch wir die PC-Spiele Streamen sind in der Hinsicht auch nur Leute, die fremdes Eigentum verwenden, daher müssen wir auch drauf achten, ob der rechte Inhaber das Streamen seines Werkes zulässt. Alles andere ist halt Urheberrechtsverletzung!
    Ein Co-Streamen benutzt nun mal überwiegend Ton und Bild einer anderen Quelle und ohne Zustimmung ist das Illegal.
    Grundlagen der Computer-Murphyologie (auzug):
    Erster Gegensatz von digitaler und analoger Logik:
    Menschen, die mit Computern arbeiten, verhalten sich nicht so, wie der Computer verlangt, dass sie sich verhalten sollen.

    Computer sind die intelligentesten Idioten, die es gibt.
  • Dragon_tk1986 schrieb:

    Das Problem ist nun mal die Schöpfungshöhe, damit etwas als neues Werk anerkannt wird und dafür reicht es nicht aus einfach nur das ganze zu kommentieren. Ausschnitte und eine kritische Auseinandersetzung mit dem gezeigten ist ok, aber der größte müsste von dir kommen, nur dann ist es auch als dein Werk zu betrachten.
    Auch wir die PC-Spiele Streamen sind in der Hinsicht auch nur Leute, die fremdes Eigentum verwenden, daher müssen wir auch drauf achten, ob der rechte Inhaber das Streamen seines Werkes zulässt. Alles andere ist halt Urheberrechtsverletzung!
    Ein Co-Streamen benutzt nun mal überwiegend Ton und Bild einer anderen Quelle und ohne Zustimmung ist das Illegal.
    Vielen Dank für die Ausführung. Aber dreht sich das nicht im Kreis? Du sagst einerseits dass Streamen meist keine schöpferische Höhe erreicht, gleichzeitig soll aber auch ein Urheberrechtsschutz bestehen.
    Ich sehe schon - das ist ein sehr komplexes Thema, welches stark vom jeweiligen Einzelfall abhängig ist. Ich werde insbesondere in Bezug auf das Zitatrecht einen Fachanwalt konsultieren.

    Danke an alle für die Beiträge!
  • DReffects schrieb:

    Ich fand dazu bislang nur Informationen über das Co-Streaming über die Funktion die die Plattform als Feature anbietet. (und die ja auch inhaltlich etwas anderes ist)
    Co-Streaming ist doch genau das, was du tun willst - einen Stream anmachen und ihn kommentieren. Und dafür brauchst du die Erlaubnis des Streamers! Das steht auch so in den Guidelines von Twitch.